Baumgartenschneid wandern - Route, Gipfel und Tegernsee-Panorama

Blick vom Riederstein auf ein Alpenpanorama mit beschrifteten Gipfeln, ideal für eine Baumgartenschneid Wanderung.

Geschrieben von

Gisbert Decker

Veröffentlicht am

12. Aug. 2026

Inhaltsverzeichnis

Wer am Tegernsee eine aussichtsreiche Bergtour mit überschaubarem alpinem Anspruch sucht, findet auf der Baumgartenschneid eine sehr stimmige Mischung aus Waldwegen, Gipfelpfad und Seepanorama. Ich zeige, welche Route sich besonders bewährt, wie viele Kilometer und Höhenmeter tatsächlich zusammenkommen, wo sich eine Einkehr lohnt und worauf man bei Wetter, Wegführung und Ausrüstung achten sollte.

Die wichtigsten Daten für die Tour auf die Baumgartenschneid

  • Gipfelhöhe: Die Baumgartenschneid erreicht etwa 1.448 Meter.
  • Klassische Rundtour: Ab Tegernsee sind ungefähr 11 Kilometer, 680 Höhenmeter und 4 Stunden Gehzeit realistisch.
  • Schwierigkeit: Die Strecke ist überwiegend eine mittelschwere Bergwanderung ohne Kletterstellen, verlangt aber Trittsicherheit.
  • Schönster Abstecher: Die Riedersteinkapelle bietet früh auf der Tour einen starken Blick über den Tegernsee.
  • Beste Zeit: Für die Rundtour eignen sich meist Mai bis Oktober, jeweils abhängig von Schnee, Nässe und Wegzustand.

Panoramablick auf die Alpen mit beschrifteten Gipfeln, ideal für eine Baumgartenschneid Wanderung.

Die klassische Baumgartenschneid-Wanderung ab Tegernsee

Die beliebteste Variante beginnt am Bahnhof Tegernsee oder am Wanderparkplatz im Alpbachtal. Vom Bahnhof sind es rund 15 Minuten zu Fuß bis zum eigentlichen Wanderweg. Damit ist die Tour besonders angenehm für alle, die mit der Bayerischen Regiobahn anreisen und das Auto stehen lassen möchten.

Der Weg führt zunächst durch das Alpbachtal und über Forstwege hinauf zum Berggasthaus Riederstein am Galaun auf etwa 1.070 Metern. Von dort geht es über Waldpfade und einen aussichtsreichen Bergrücken weiter in Richtung Gipfel. Die Wege sind grundsätzlich gut begehbar, können im Herbst unter Laub aber deutlich schlechter erkennbar sein.

Merkmal Klassische Rundtour
Start und Ziel Bahnhof Tegernsee oder Wanderparkplatz Alpbachtal
Strecke Etwa 11 km
Höhenmeter Rund 680 hm im Aufstieg
Gehzeit Ungefähr 4 Stunden ohne längere Pausen
Höchster Punkt Baumgartenschneid, etwa 1.448 m
Anspruch Mittelschwere Bergwanderung

Die Angaben schwanken je nach Startpunkt und gewählter Schleife. Eine längere Runde über die Kreuzbergalm kann etwa 14 Kilometer und rund 785 Höhenmeter umfassen. Ich würde deshalb nicht nur auf eine einzelne Zeitangabe schauen, sondern vor allem prüfen, ob die eigene Kondition für mehrere Stunden bergauf und bergab reicht.

So verläuft der Aufstieg mit den schönsten Zwischenzielen

Durch das Alpbachtal zum Galaun

Der erste Abschnitt wirkt zunächst unspektakulär, ist aber konditionell nicht zu unterschätzen. Der Forstweg steigt kontinuierlich an und bietet wenig Gelegenheit, den Rhythmus zu wechseln. Ich gehe diesen Teil bewusst langsam an, denn ein zu schnelles Tempo macht sich spätestens im steileren Mittelteil bemerkbar.

Nach ungefähr einer Stunde erreicht man das Berggasthaus Riederstein am Galaun. Je nach Öffnungstag und persönlicher Planung eignet es sich für eine kurze Pause oder eine spätere Einkehr. Getränke sollte man trotzdem ausreichend dabeihaben, da die Versorgung unterwegs nicht durchgehend gesichert ist.

Abstecher zur Riedersteinkapelle

Die Riedersteinkapelle liegt auf einem markanten Felsvorsprung oberhalb des Galaun. Der kurze Abstecher über befestigte Stufen lohnt sich für mich fast immer, weil man hier einen besonders eindrucksvollen Tiefblick auf den Tegernsee bekommt.

Wer die Tour früh im Jahr oder mit Kindern plant, kann die Kapelle als eigenständiges Zwischenziel nutzen und danach zum Ausgangspunkt zurückkehren. Für den Gipfel selbst braucht man jedoch noch deutlich mehr Zeit und Höhenmeter, weshalb die Kapelle kein gleichwertiger Ersatz für die komplette Bergtour ist.

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Über den Rücken zum Gipfel

Hinter dem Galaun wird der Weg abwechslungsreicher. Der Steig führt zunächst durch Wald, quert stellenweise die Flanke und gewinnt dann wieder über den Kamm an Höhe. Kurz vor dem Gipfel öffnet sich das Gelände, und der letzte Anstieg wirkt meist weniger schwierig, als es die bisher gesammelten Höhenmeter vermuten lassen.

Am Gipfelkreuz der Baumgartenschneid wartet ein überraschend weitreichendes Panorama. Besonders prägend sind der Tegernsee, der Schliersee und die Gipfel der Tegernseer Berge. Bei klarer Sicht reicht der Blick weit in die Bayerischen Voralpen und macht verständlich, warum dieser Gipfel zu den beliebten Münchner Hausbergen zählt.

Rundtour, Überschreitung oder verkürzte Variante

Die Rundtour ab Tegernsee ist die unkomplizierteste Wahl, wenn das Auto am Ausgangspunkt steht oder man am Ende wieder am selben Bahnhof ankommen möchte. Sie verbindet den Gipfel mit dem Alpbachtal und lässt sich in etwa vier bis fünf Stunden bewältigen, wenn man Pausen und Fotostopps einrechnet.

Reizvoller, aber organisatorisch etwas anspruchsvoller ist die Überschreitung von Tegernsee nach Schliersee. Für diese Variante werden ungefähr fünf Stunden reine Gehzeit veranschlagt, mit etwa 720 Höhenmetern im Aufstieg und 680 Höhenmetern im Abstieg. Der Vorteil liegt im abwechslungsreichen Verlauf, der Nachteil im festen Zielpunkt am anderen See.

Variante Geeignet für Besonderheit Zu beachten
Rundtour ab Tegernsee Erstbesucher und Bahnreisende Einfachere Logistik, gleicher Start und Ziel Je nach Schleife bis etwa 14 km
Tegernsee nach Schliersee Ausdauernde Wanderer Schöne Durchquerung zwischen zwei Seen Rückfahrt ab Schliersee vorher prüfen
Bis zur Riedersteinkapelle Familien und kürzere Ausflüge Panorama mit deutlich weniger Aufwand Der eigentliche Gipfel wird nicht erreicht

Die Abkürzung zur Kapelle ist eine gute Entscheidung, wenn das Wetter kippt oder die Zeit knapp wird. Ich halte wenig davon, eine Gipfelbesteigung um jeden Preis durchzuziehen. Gerade bei Nebel, nassem Laub oder Gewittergefahr ist ein früher Umkehrpunkt die vernünftigere Bergsportentscheidung.

Welche Ausrüstung wirklich sinnvoll ist

Für die trockene Sommersaison reicht eine normale Bergwanderausrüstung, aber auf Halbschuhe würde ich verzichten. Der Wechsel zwischen Forstweg, schmalem Waldpfad und steinigeren Passagen macht feste Schuhe mit griffiger Sohle deutlich angenehmer und sicherer.

  • Feste Wander- oder Bergschuhe mit gutem Profil
  • Mindestens 1 bis 1,5 Liter Getränk pro Person
  • Regenjacke und zusätzliche warme Schicht
  • Sonnen- und gegebenenfalls Mückenschutz
  • Karte oder zuverlässig gespeicherter GPS-Track
  • Erste-Hilfe-Set, Mobiltelefon und kleine Verpflegung
  • Wanderstöcke für den steileren Abstieg, besonders bei Nässe

Die Tour wird häufig als leichte bis mittelschwere Bergwanderung eingeordnet. Das ist nachvollziehbar, weil es keine ausgesetzten Kletterpassagen gibt. Trotzdem sind 680 bis 785 Höhenmeter eine echte Belastung, und der Abstieg fordert Knie und Konzentration oft stärker als der Aufstieg.

Ein häufiger Fehler ist, die Strecke wegen der moderaten Gipfelhöhe zu unterschätzen. Die Baumgartenschneid liegt nicht hochalpin, aber Wetterwechsel, rutschige Wurzeln und schlechte Sicht können aus einer entspannten Wanderung schnell eine unangenehme Angelegenheit machen.

Beste Jahreszeit und wichtige Sicherheitsfragen

Für die klassische Rundtour sind die Monate Mai bis Oktober meist am dankbarsten. Im Frühling können in schattigen Waldabschnitten noch Schneereste und weiche, rutschige Böden liegen. Im Herbst ist die Landschaft besonders stimmungsvoll, zugleich verschwinden einzelne Markierungen unter Laub.

Im Winter sollte man die Tour nicht automatisch als normale Wanderung behandeln. Je nach Schneelage können Grödel, Stöcke und eine aktuelle Lawinen- und Wetterbeurteilung nötig sein. Wer keine Erfahrung mit winterlichen Wegen hat, sollte sich auf eine niedrigere, gut geräumte Alternative beschränken oder eine geführte Tour wählen.

Vor dem Start prüfe ich drei Dinge besonders sorgfältig. Erstens die Gewitterentwicklung, zweitens die Öffnung der Einkehrmöglichkeiten und drittens die Rückkehrzeit bei der Überschreitung nach Schliersee. Eine Wetter-App allein ersetzt dabei keine realistische Einschätzung vor Ort.

Auf den Almflächen sollte man auf den markierten Wegen bleiben, Weidegatter schließen und Hunde anleinen. Rücksicht auf Weidetiere und Wildtiere gehört für mich genauso zu einer gelungenen Bergtour wie ein gutes Gipfelfoto. Wer mit der Bahn anreist, reduziert außerdem Parkplatzdruck und Verkehr im Tegernseer Tal.

Anreise, Einkehr und sinnvolle Tagesplanung

Der Bahnhof Tegernsee ist der praktischste Ausgangspunkt für die klassische Tour. Von München aus ist die Anreise mit der BRB besonders bequem, weil kein Fahrzeugwechsel am Berg notwendig ist. Zum Wanderweg im Alpbachtal gelangt man anschließend zu Fuß in etwa 15 Minuten.

Mit dem Auto sollte man nur dort parken, wo es ausdrücklich erlaubt ist. An sonnigen Wochenenden sind die verfügbaren Plätze rund um Tegernsee schnell belegt. Früh aufzubrechen verbessert deshalb nicht nur die Parkplatzsituation, sondern auch die Chance auf ruhigere Wegabschnitte und eine freie Aussicht am Gipfel.

Das Berggasthaus am Galaun ist die naheliegendste Einkehr auf dem Aufstieg. Bei längeren Varianten kann zusätzlich die Kreuzbergalm interessant sein. Öffnungszeiten und Ruhetage ändern sich saisonal, deshalb gehört ein kurzer Check am Vorabend zur Tourenplanung. Ich packe trotzdem immer eine Brotzeit ein, denn eine geschlossene Hütte sollte nicht über den Erfolg des Tages entscheiden.

Wer nach Schliersee überschreitet, sollte die Verbindung vom Zielbahnhof rechtzeitig kontrollieren. Bei Verspätungen, längeren Pausen oder einem langsameren Tempo bleibt sonst wenig Reserve. Für die reine Rundtour ab Tegernsee ist die Planung deutlich entspannter, weil man jederzeit zum bekannten Ausgangspunkt zurückkehrt.

Mein Plan für einen gelungenen Gipfeltag am Tegernsee

Ich würde die Rundtour früh am Bahnhof Tegernsee beginnen, den Abstecher zur Riedersteinkapelle einplanen und am Gipfel ausreichend Zeit für eine Pause lassen. Mit festen Schuhen, genügend Getränken und einem kleinen Zeitpuffer bleibt die Tour auch dann angenehm, wenn der Waldweg langsamer zu gehen ist als erwartet.

Die Baumgartenschneid ist kein spektakulärer Kletterberg, sondern gerade wegen ihrer guten Erreichbarkeit, des abwechslungsreichen Weges und des Tegernsee-Panoramas ein überzeugendes Ziel. Wer die Bedingungen ehrlich einschätzt und die Natur respektiert, bekommt eine Bergwanderung, die sportlich fordert, aber nicht überfordert.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Die Rundtour ab Tegernsee umfasst etwa 11 Kilometer, rund 680 Höhenmeter und ungefähr vier Stunden Gehzeit ohne längere Pausen. Sie gilt als mittelschwere Bergwanderung ohne Kletterstellen, erfordert aber Trittsicherheit und Kondition für längere Anstiege und Abstiege.

Die klassische Rundtour führt wieder zum Ausgangspunkt zurück und ist logistisch am einfachsten. Ausdauernde Wanderer können von Tegernsee nach Schliersee überschreiten, wofür etwa fünf Stunden Gehzeit, 720 Höhenmeter im Aufstieg und 680 Höhenmeter im Abstieg anfallen. Als kürzere Alternative eignet sich der Abstecher zur Riedersteinkapelle, wobei der Gipfel dann nicht erreicht wird.

Sinnvoll sind feste Wander- oder Bergschuhe mit griffiger Sohle, 1 bis 1,5 Liter Getränk pro Person, Regenjacke, warme Kleidungsschicht, Sonnenschutz und eine gespeicherte Karte oder ein GPS-Track. Wanderstöcke können den steileren Abstieg erleichtern, besonders bei Nässe. Ein Erste-Hilfe-Set, Mobiltelefon und etwas Verpflegung gehören ebenfalls in den Rucksack.

Für die klassische Rundtour sind meist Mai bis Oktober geeignet, abhängig von Schnee, Nässe und Wegzustand. Im Frühling können Schneereste und weiche Böden vorkommen, im Herbst erschwert Laub die Orientierung. Vor dem Start sollte man besonders Gewitterentwicklung, Wegverhältnisse und die Öffnung der Einkehrmöglichkeiten prüfen; im Winter können Grödel, Stöcke sowie eine aktuelle Wetter- und Lawinenbeurteilung erforderlich sein.

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Gisbert Decker

Gisbert Decker

Ich bin Gisbert Decker und seit 6 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Themen Alpenurlaub, Wandern, Lifestyle und Naturschutz auf bergleben-oberstdorf.de. Die Faszination für die Berge begleitet mich schon lange, und es ist mir ein Anliegen, meine Erfahrungen und mein Wissen über diese einzigartige Naturlandschaft mit Ihnen zu teilen. Ich lege Wert darauf, Ihnen fundierte Informationen zu liefern, sei es zu den schönsten Wanderrouten, den neuesten Trends im alpinen Lifestyle oder den wichtigen Aspekten des Naturschutzes in den Alpen. Dabei ist es mir wichtig, komplexe Sachverhalte verständlich aufzubereiten und stets auf aktuelle Entwicklungen zu achten, damit Sie stets gut informierte Entscheidungen für Ihren eigenen Alpenaufenthalt treffen können.

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