Wandern in Schenna - Wege von Waalweg bis Hirzer

Ein Paar genießt das Wandern in Schenna mit Blick auf das malerische Tal und die Berge.

Geschrieben von

Heinz-Jürgen Neubert

Veröffentlicht am

17. Juli 2026

Inhaltsverzeichnis

Morgens durch Apfelgärten und Weinberge bummeln, mittags auf einer Alm einkehren und am Nachmittag noch ein Gipfelpanorama erleben: Genau diese Mischung macht Schenna oberhalb von Meran so vielseitig. In diesem Beitrag zeige ich, welche Wege sich für Familien, Genusswanderer und erfahrene Bergsteiger eignen, wie Seilbahnen die Planung erleichtern und worauf es bei Wetter, Ausrüstung und Rückweg ankommt.

Von gemütlichen Waalwegen bis zum Gipfel des Hirzers

  • Wegvielfalt: Rund 500 Kilometer markierte Wege erschließen die Region je nach gewählter Höhenlage.
  • Für Einsteiger: Die Waalwege und der Mitterplattweg verlaufen meist angenehm und aussichtsreich.
  • Für Familien: Das Hirzergebiet bietet breite Almwege und zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.
  • Für Gipfelziele: Der Hirzer erreicht 2.781 Meter, der Aufstieg verlangt jedoch Kondition und Trittsicherheit.
  • Beste Planung: Betriebszeiten der Bergbahnen, Wetterlage und Rückweg immer am selben Tag prüfen.

Frau genießt die Aussicht beim Wandern in Schenna. Berge, Tal und blühende Wiese im Vordergrund.

Warum Schenna ein so guter Ausgangspunkt ist

Schenna liegt in Südtirol oberhalb von Meran und verbindet mediterranes Klima mit alpiner Landschaft. Das Wandergebiet reicht von Obstwiesen, Weinbergen und Waldwegen bis hinauf zu Almen und hochalpinen Gipfeln. Dadurch kann ich die Tourhöhe sehr gezielt an Fitness, Jahreszeit und Wetter anpassen.

Je nach Abgrenzung umfasst die Region mehrere hundert Kilometer markierter Wanderwege. Besonders praktisch sind die Bergbahnen, die den Aufstieg in höhere Lagen verkürzen. So bleibt mehr Zeit für die eigentliche Wanderung, eine Hütteneinkehr oder den Blick ins Passeiertal.

Mein wichtigster Planungstipp lautet deshalb, nicht nur nach der schönsten Aussicht zu entscheiden. Ein Weg auf 2.000 Metern kann im Hochsommer angenehmer sein als eine sonnige Talwanderung, während im Frühjahr oder Herbst bereits Schnee, Eis oder matschige Passagen auftreten können.

Die schönsten Wege für entspannte Wandertage

Der Schenner Waalweg

Der Schenner Waalweg gehört zu den besten Möglichkeiten für eine ruhige Wanderung mit viel Aussicht. Der historische Bewässerungskanal führt über dem Dorf durch Wälder, Kastanienhaine, Obstflächen und Schluchten. Die gesamte Strecke ist etwa 7,5 Kilometer lang, je nach Einstieg und Variante fällt die Tour länger aus.

Eine beliebte Verbindung führt von Verdins in Richtung Naiftal. Dafür werden rund 9,6 Kilometer und knapp drei Stunden reine Gehzeit angegeben. Der Rückweg lässt sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln organisieren. Die Strecke ist leicht bis mittelschwer, aber nicht durchgehend für Kinderwagen geeignet, weil einzelne Abschnitte schmal sind oder über Stufen führen.

Der Mitterplattweg nach Meran

Wer eine kurze, sonnige Tour mit kulturellem Ziel sucht, nimmt den Mitterplattweg in Richtung Meran. Der Weg führt durch Apfelgärten und Weinberge und erreicht das Stadtzentrum ungefähr innerhalb einer Stunde, abhängig vom Startpunkt und Gehtempo.

Ich finde diese Verbindung besonders gelungen, weil sie Bewegung und Stadtbesuch verbindet. Für den Rückweg kann man den Bus nehmen. An heißen Sommertagen sollte man die Wanderung möglichst am Vormittag beginnen, denn Schatten gibt es nicht überall.

Maiser und weitere Waalwege

Auch der Maiser Waalweg eignet sich für Genusswanderer. Der Wechsel zwischen Obstgärten, Wald und Wiesen macht ihn abwechslungsreicher als viele reine Forstwege. Dazu kommen schöne Blicke auf Schenna, Dorf Tirol und die umliegenden Bergketten.

Tourtyp Richtwert Geeignet für Worauf achten
Schenner Waalweg 7,5 bis 9,6 km, etwa 2,5 bis 3 Stunden Familien mit größeren Kindern, Genusswanderer Schmale Stellen und Stufen
Mitterplattweg Etwa 1 Stunde bis Meran Einsteiger, Kulturinteressierte Wenig Schatten an warmen Tagen
Maiser Waalweg Je nach Einstieg mehrere Stunden Wanderer mit Freude an Kulturlandschaft Rückfahrt vorher planen

Almen und Gipfel rund um Hirzer und Meran 2000

Das Hirzergebiet für Almwanderungen

Das Hirzergebiet ist die richtige Wahl, wenn die Wanderung alpiner werden darf. Von Saltaus im Passeiertal bringt die Hirzer-Seilbahn Wanderer bis auf ungefähr 2.000 Meter Höhe. Alternativ ist der Zugang über Verdins und die Bahn nach Oberkirn möglich.

Oben warten breite Wege von Alm zu Alm, aussichtsreiche Rastplätze und mehrere Einkehrmöglichkeiten. Der Almenweg ist für viele Familien gut machbar, trotzdem sollte man Höhenmeter und Sonneneinstrahlung nicht unterschätzen. Auch auf scheinbar einfachen Wegen können Kinder bei Müdigkeit schnell an ihre Grenzen kommen.

Der Hirzer als anspruchsvolles Ziel

Mit 2.781 Metern ist der Hirzer der höchste Berg der Sarntaler Alpen. Die Gipfeltour ist kein verlängerter Spaziergang, sondern eine alpine Unternehmung mit längeren Anstiegen, ausgesetzten Passagen und wechselhaftem Wetter.

Für den Aufstieg brauche ich eine gute Kondition, feste Bergschuhe und sichere Schritte auf unebenem Untergrund. Der Begriff Trittsicherheit bedeutet, dass man auch auf Geröll, Wurzeln und schmalen Wegstellen kontrolliert gehen kann. Wer hier unsicher ist, bleibt besser auf den Almwegen oder wählt eine geführte Tour.

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Meran 2000 und der Ifinger

Das Hochplateau Meran 2000 bietet viele panoramareiche Wege mit vergleichsweise moderaten Steigungen. Von Falzeben oder der Bergstation aus führen Touren zu Hütten wie der Meraner Hütte oder der Rotwandhütte. Für einen entspannten Wandertag mit Aussicht ist diese Gegend oft angenehmer als ein direkter Gipfelaufstieg.

Der Ifinger wirkt vom Tal aus besonders eindrucksvoll. Die Gipfelwege sind jedoch nur für erfahrene Bergwanderer geeignet. Am Großen Ifinger kommen zusätzlich gesicherte Abschnitte hinzu, weshalb ich dieses Ziel nicht als spontane Tour ohne genaue Routenkenntnis empfehlen würde.

Die richtige Jahreszeit und Ausrüstung

Im Tal beginnt die Wandersaison oft schon im Frühjahr. Dann blühen die Apfelgärten, während in höheren Lagen noch winterliche Bedingungen herrschen können. Für Waalwege und sonnige Panoramarouten sind April bis Juni sowie September und Oktober besonders angenehm.

Im Hochsommer würde ich anspruchsvollere Bergtouren früh starten. Gewitter entwickeln sich in den Alpen manchmal schneller als erwartet, und ein zunächst klarer Gipfel kann am Nachmittag innerhalb kurzer Zeit von Wolken umgeben sein. Vor jeder Tour prüfe ich deshalb Wetter, Wegzustand und die aktuellen Betriebszeiten der Bergbahnen.

  • feste Schuhe mit griffiger Sohle
  • mindestens 1 bis 1,5 Liter Wasser pro Person
  • Regen- und Wärmeschicht auch an warmen Tagen
  • Sonnencreme, Kopfbedeckung und Sonnenbrille
  • geladenes Smartphone und eine Offline-Karte
  • kleine Erste-Hilfe-Ausrüstung

Stöcke können auf langen Abstiegen die Knie entlasten, ersetzen aber keine sichere Technik. Ebenso wichtig ist eine realistische Zeitplanung. Die auf Schildern angegebenen Gehzeiten beziehen sich meist auf normale Bedingungen und enthalten keine langen Pausen.

Nachhaltig und sicher unterwegs

Die Waalwege verlaufen durch eine sensible Kulturlandschaft. Die Wasserläufe dienen teilweise weiterhin der Bewässerung, deshalb sollte man nicht im Kanal waten, keine Absperrungen umgehen und auf den markierten Wegen bleiben. In den Obst- und Weinbauflächen gilt außerdem, dass private Grundstücke nicht als Abkürzung genutzt werden.

Für die Anreise sind Bus und Bergbahn oft die angenehmere Lösung als das Auto. Das reduziert Parkplatzdruck und spart den Stress, nach einer Streckenwanderung wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren zu müssen. Bei einer Tour mit Bergbahn prüfe ich immer, ob die letzte Talfahrt zeitlich noch erreichbar ist.

Hunde sollten auf viel begangenen Wegen und in der Nähe von Weidevieh unter Kontrolle bleiben. Begegnet man Kühen mit Kälbern, hält man Abstand und führt den Hund kurz. Solche einfachen Regeln schützen Wanderer, Tiere und die Akzeptanz der Wege.

Wer eine längere Herausforderung sucht, kann einzelne Etappen des Meraner Höhenwegs einplanen. Die gesamte Runde ist kein Tagesausflug. Sie verlangt mehrtägige Planung, Ausdauer und alpine Erfahrung, belohnt dafür aber mit großartigen Einblicken in den Naturpark Texelgruppe.

So passt die Tour wirklich zu deinem Wandertag

Für einen ersten Tag empfehle ich eine leichte Waalweg- oder Meran-Tour. Am zweiten Tag bietet sich das Hirzergebiet an, weil sich dort Seilbahnfahrt, Almwanderung und Einkehr flexibel kombinieren lassen. Erst wenn Wetter, Kondition und Orientierung stimmen, würde ich eine Gipfeltour am Hirzer oder Ifinger wählen.

Die größte Stärke der Region liegt für mich nicht in einem einzigen spektakulären Weg. Es ist die Möglichkeit, zwischen mediterraner Talwanderung und alpiner Bergtour innerhalb weniger Kilometer zu wechseln. Wer die Route an Höhe, Wetter und eigene Tagesform anpasst, erlebt Schenna abwechslungsreich, sicher und mit deutlich mehr Genuss.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Der Mitterplattweg führt durch Apfelgärten und Weinberge in etwa einer Stunde nach Meran und eignet sich für eine kurze Wanderung. Der Schenner Waalweg ist je nach Variante etwa 7,5 bis 9,6 Kilometer lang und dauert rund 2,5 bis 3 Stunden. Einzelne schmale Stellen und Stufen erfordern dort Aufmerksamkeit.

Die Hirzer-Seilbahn bringt Wanderer von Saltaus auf ungefähr 2.000 Meter Höhe; alternativ ist der Zugang über Verdins und die Bahn nach Oberkirn möglich. Oben gibt es breite Almwege und mehrere Einkehrmöglichkeiten. Höhenmeter, Sonneneinstrahlung und die Kondition der Kinder sollten trotzdem realistisch eingeschätzt werden.

Der Hirzer ist mit 2.781 Metern ein anspruchsvolles Gipfelziel mit längeren Anstiegen, ausgesetzten Passagen und wechselhaftem Wetter. Dafür braucht man gute Kondition, feste Bergschuhe und Trittsicherheit. Die Gipfelwege am Ifinger sind ebenfalls erfahrenen Bergwanderern vorbehalten; am Großen Ifinger kommen gesicherte Abschnitte hinzu.

Für Waalwege und sonnige Panoramarouten sind April bis Juni sowie September und Oktober besonders angenehm. Im Hochsommer sollten anspruchsvollere Touren früh beginnen, da Gewitter am Nachmittag schnell aufziehen können. Zur Grundausrüstung gehören feste Schuhe, 1 bis 1,5 Liter Wasser pro Person, Regen- und Wärmeschutz, Sonnenschutz, ein geladenes Smartphone mit Offline-Karte und eine kleine Erste-Hilfe-Ausrüstung.

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Heinz-Jürgen Neubert

Heinz-Jürgen Neubert

Ich heiße Heinz-Jürgen Neubert und seit 13 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Themen rund um den Alpenurlaub, insbesondere mit Wandern, Lifestyle und Naturschutz. Diese Leidenschaft für die Berge und ihre einzigartige Natur hat mich schon früh gepackt und treibt mich an, mein Wissen und meine Erfahrungen mit Ihnen zu teilen. Auf bergleben-oberstdorf.de möchte ich Ihnen nicht nur die schönsten Wanderrouten vorstellen, sondern auch Einblicke in einen nachhaltigen und bewussten Lebensstil in den Alpen geben. Mir ist es wichtig, dass die Informationen, die ich hier aufbereite, stets fundiert, verständlich und aktuell sind. Deshalb lege ich Wert darauf, Hintergründe zu beleuchten, Zusammenhänge klar darzustellen und Ihnen so zu helfen, die Alpen mit anderen Augen zu sehen und verantwortungsvoll zu genießen.

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